TextbuchProjekt

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Inhaltsverzeichnis

Konzeptpapier für DMXControl Textbuch (Version 0.8) 25.11.2005

Obwohl die Implementierung für die Version 2.9 bereits läuft, sind Kommentare in diesem Artikel immer noch willkommen. Auch werden in der 2.9 noch nicht alle hier definierten Requirements implementiert sein, so dass die Arbeit an diesem Konzept weiter aktuell bleibt.


Team-Mitarbeiter

  • Frank Burghardt (FB) DMXControl Team
  • Michael Kraus (MK) macht ehrenamtlich Licht und Tontechnik in einem kleinen Freilichttheater
  • Martin Risch (MR)=MRV Arbeitet gerne mitVB rudimentär noch irgendwo vorhanden Theatergruppe, mit Auftritten auf verschied.

BühnenFunktion Technik

  • Stefan Krupop Integration DMXControl Chefentwickler
  • Aigner Michael (AiM) hilft bei Implementierung


Zielstellung und Motivation

Wegen anderer Prioritäten konnte die Implementierung des Textbuches leider bisher nicht vorangehen. Außerdem stockte die Implementierung weil keiner im DMXControl Team so richtig wusste, wie ein richtig gutes Textbuch funktioniert. Darum haben wir beschlossen, eine "externe Arbeitsgruppe" zu bilden, die das Ziel hat, erstmal ein Textbuch-Tool separat zu erstellen. Das Resultat wird später von Stefan in DMXControl eingebunden und dann genau wie DMXC als Freeware bereitgestellt. Die Implementierung wird in VB6 erfolgen, das vorliegende Konzept- und Designpapier half uns Klarheit über die Requirements zu verschaffen.

Dieses Dokument enthält die Beiträge aller Beteiligten. Die namentliche Zuordnung wurde entfernt, damit die Teamarbeit betont wird.Im zweiten Kapitel werden die Anforderungen (Requirements) weitestgehend unabhängig von der späteren Realisierung beschrieben. Im dritten Kapitel wird das Design diskutiert. Im vierten Kapitel beginnen wir, die Implementierung zu spezifizieren und den Prototypen vorzustellen.


Überblick

Das Textbuch innerhalb einer DMX-Software soll den Ablauf der Licht- und Toneffekte anhand des Regie-/Drehbuches erleichtern.

Beim Theater kommt es dabei darauf an, dass die Effekte auf das Stichwort genau kommen. Dabei wären nicht nur Lichteffekte sondern auch Tonkonserven (von vorbeifahrenden Zügen, Hundegebell, Hahnenkrähen...) zu starten. Beim Theater geht es effekttechnisch eher ruhig zu. Man braucht keinen 50mS Scan wie bei der Winamp STL-Steuerung oder ähnliches. Übrigens hat sich in der Diskussion gezeigt, dass ein Textbuch nicht auf Theater reduziert sein muss, sondern auch im Rahmen von Festveranstaltungen oder auch Karnevalsveranstaltungen die Lichtsteuerung sinnvoll textbasierend realisiert werden kann.


Requirements

Requirement 1 – Das Textfenster

Der Text des Theaterstückes muss auf dem Bildschirm in einem Fenster zu sehen sein, welches man man manuell vorscrollen kann. In dem Text müssen die Lichtszenen, Effekte etc. deutlich sichtbar sein.Was die Zuordnung der Effekte betrifft, kann man nicht sagen

1 Szene = 1 Effekt . Es können durchaus mehrere Effekte in einer Textszene vorkommen. Es kommt aber auch oft vor, dass über mehrere Textszenen überhaupt kein Effekt benötigt wird. Mehr oder weniger alle Lichtszenen und vor allem die noch angesprochenen Tonkonserven sind auf Stichwort zu starten.


Requirement 2 – Das Textformat

Ein einfacher Texteditor innerhalb des Textbuchmoduls unterstützt lediglich Farbe (auch Hintergrund!!), Größe, Schriftart(+ fett kursiv unterstrichen). Der Text in dem Fenster wird ja in der Regel nicht mehr verändert. Im Prinzip müssen nur Stichworte formatiert werden und Licht/Tonszenen eingefügt werden können.Als Dateiformat ist RichText für am besten geeignet. Man hat den Orginaltext als Word und speichert hin dann einfach als rtf. Es gibt ein komplettes Control, das sich um RTF kümmert. Datei laden lassen und schon wird alles mit Farben und Icons usw. angezeigt. Dieses kann auch RTF speichern.

Requirement 3 – Strukturierung

Es wird keine spezifische Textstruktur unterstützt. Eine aktweise Abarbeitung wird später unterstützt, damit der Text im Textfenster nicht zu umfangreich ist. Die Teiltexte werden dann jeweils separat geladen. GROSSE Textbücher mit mehreren 100 Seiten sind nicht im Bereich unserer Zielgruppe. Gut 150 Seiten können es schon mal werden. Pro Akt sind das (einschliesslich Regieanweisungen...) ca. 30-45 Seiten.


Requirement 4 – Änderungskonsistenz

Wird der Text im nachhinein z.B. mit Word geändert (z.B. ein Satz hinzugefügt oder entfernt) sollte man beim erneuten Aufruf im DMXC nicht alle CALLS erneut eingeben müssen. Wenn das Stück zur Aufführung kommt, so werden (in der Regel sowieso) keine Änderungen mehr durchgeführt. Wir werden Text und die dazugehörende CALL-Folge in separaten Dateien abspeichern.


Requirement 5 – Regieanweisungen für Licht im Textfenster

In der Vorbereitung auf eine Aufführung liest man sich den Text durch und gemäß Regie werden dann Regieanweisungen, die das Licht betreffen in Kursivschift ( +2 Grade)oder in Blau oder mit Hintergrundfarbe hinzugeschrieben, dann die „CALL’s“ direkt an der Stelle mit dem Stichwort in den Text eingefügt. Diese CALL’s sollten sehr markant sein und sich deutlich vom allgemeinen Text abheben. (Die Formatierung der Regieanweisungen sollte der Benutzer später konfigurieren können.) Zusätzlich verwendet man Seperatoren (Sonderzeichen „###“. Zeichen, die im normalen Textfluß nicht vorkommen und sich so optisch vom übrigen Text als Markierung abheben) zur Markierung. Beispiel:

 .... tragen Birkenstockschuhe. Der Abend kommt.  ### SCENE 21 ### Licht Front 75%.

(Hinweis: Szenen sollten eher aussagekräftige Namen haben) Diese Formate werden im Textbuch-Editors über Buttons direkt unterstützt. Regieanweisungen sind immer in einer separaten Zeile.

Requirement 6 – Tags

Intern werden die ###Szene### Markierungen durch Tag's repräsentiert, die man in diesen Text einfügen, editieren und löschen kann. Es sollte grundsätzlich zwischen Lichtszenen, Befehlen (Effekten), Bewegungsszenen und Audioeffekten unterschieden werden. Zusätzlich gibt es „Kommentare“ für den Lichttechniker, die keine Assosiation zu DMXC-Befehlen haben. Hinweis: Im folgenden werden die Begriffe „Tag“ und „Regieanweisung“ synonym verwendet.


Die Tags haben alle folgendes Format :

### Szene ### Regiekommentar <Zeilenende>

Daher dürfen diese 3fach Zeichenkombinationen ansonsten nicht im Text vorkommen.Ein Tag verweist auf einen Eintrag in der Szenenliste des Textbuches. Damit ist es egal, was die eigentliche Szene dann darstellt. Um die Unterscheidung (wenn gewünscht) sollte sich der Benutzer kümmern, nicht das Programm. Der Typ der Szene wird inter gespeichert und ist durch die (Hintergrund-)Farbe erkennbar:

Standardmäßig:

In einer späteren Version sind Tags (Regieanweisungen) frei formatierbar, somit könen z.B. die Standardfarben geändert werden.


Requirement 7 – Referenzen auf DMXControl-Befehle

Die Tag’s sollen lediglich die Scenen/Effekte aus der Scenenbibilothek aufrufen z.B. ###SZENE21###im Text ruft die im Szeneneditor eingestellte „Szene21“ auf (die eigentliche Referenz wird aber intern und nicht im RTF file gespeichert. In der eigentlichen DMXC-Szene sind dann die Funktionen wie Licht Front 75%, Side 75%, Blue 100% mit ihren entsprechenden Fadezeiten eingestellt und laufen ab.Der Name dient nur als Repräsentation. Mit einer Szenenliste wie im Audioplayer werden im Bearbeitungsmode zusätzliche Parameter eingestellt. Die (späteren) Objekte sind ja darauf ausgelegt, ihre Parameter in einer solchen Tabelle darzustellen.Es ist noch unklar, ob die Tags frei benannt werden können. (Möglicherweise zweiteilige Tags?

„### 7;Szene 21###“ 

Die 7 repräsentiert den Index in der Liste, der Text dient dem Benutzer.).


Requirement 8 – Audioszenen

Audioszenen existieren bisher nicht in DMXC, würden aber von Stefan bereitgestellt werden. Man muss noch überlegen, ob eine delay-Funktion auch in Kombination mit Audioszenen funktionieren wird (use case: Szene startet automatisch nach einer bestimmten Zeit nachdem eine andere Szene gestartet oder beendet wurde) („Einblendzeit“ bei Audioszenen als „Delayzeit“? Nach „Haltezeit“/Dauer wird die Wiedergabe abgebrochen? Dauer „0“ = läuft bis zum Ende.).


Requirement 9 – Szenenverwaltung Oberfläche

Mit der Referenz von den Tags auf DMXC-Szenen sind in der bestehenden Scenenbearbeitung alle lichttechnischen Einstellungen wie Fadezeiten, Helligkeit, Farbe, Positionen, Gobos... schon erledigt. Zu jedem Tag wird ein Listeneintrag existieren, in dem wichtige Parameter gezeigt werden. Das wird ähnlich zur Szenenliste im Audioplayer erfüllt sein.In der Liste erfolgt der Eintrag der Stichwörter (die man zusätzlich im Regietext farblich kennzeichnen kann). Hier kann auch der Kommentar zu den Regieanweisungen geändert werden.

Bild:Textbuch1.jpg


Requirement 10 - Szenenverwaltung

Die gesamte Verwaltung der Szenen, Effekte, Geräte etc. erfolgt über DMXControl. Wird z.B. eine neue Lichtszene benötigt, wird wie im Audioplayer der „+“-Button verwendet. Damit kann man entweder auf existierende Szenen/Effekte zugreifen oder es wird wirklich eine neue Szene im Szenenrepository von DMXC angelegt. Diese kann dann eindeutig über den Namen aus dem Textbuch aufgerufen werden. (DMXC verwendet intern nur IDs für die Szenen, Texte können sich ja ändern.) Wie oben beschrieben kann man jedem Tag je nach Typ entweder eine Audioszene, Lichtszene, Bewegungsszene oder einen Effekt zuweisen. Halt die Funktionalität des „grünen Plus“. Mit dem Effekt kann man wiederum zeitgesteuert Audioszenen, Lichtszenen, Bewegungsszene aufrufen.

Prinzipiell können alle Befehle von DMXC verwendet werden. Damit entspricht jedes Tag konzeptionell einer Szene (wie ein Button aus der CommandBox). Die Szenen/Effektlistliste (wie im Audioplayer) steht nur im Bearbeitungsmode (Editmode) zur Verfügung, um einen Überblick über alle definierten Szenen zu erhalten bzw die Liste zu bearbeiten.


Requirement 11 – Der Bearbeitungsmode

Der Bearbeitungsmode erlaubt die Zusammenstellung und Zuordnung aller erforderlichen Szenen/Effekte. Wie generell in DMXControl ist der Bearbeitungsmode vorrangig für den offline Einsatz zum Erstellen des Arrangements gedacht, d.h. vor der eigentlichen Aufführung.Hier kann man auch die Einstellungen der Szene (Zeiten) sehen bzw direkt ändern (change button, siehe sreenshot Audioplayer)


Requirement 12 - Timing

Die Effekte (Licht und Ton müssen teilweise zeitgleich ablaufen können (quasi Mehrfachbelegung der einzelnen TAG's für z.B. Lichtblitz(DMX) + Donner(MP3) + Nebel(DMX)). Bei Mehrfachbelegung schreibt man einfach mehrere Tags sequentiell hintereinander.

Diese „parallelen“ Effekte müssen logisch als Gruppe gestartet werden können, d.h. für den Lichttechniker ist nur eine einzelne Startoperation erforderlich. Natürlich wird dabei das eventuell vorhandene oben beschriebene Delay erücksichtigt.

Die Effekte müssen getimed werden können (z.b: Blitzlicht 2s nach Start von Ton), (z.B. Situation, dass die Musik startet, Licht langsam angeht, ein Wecker klingelt, Licht weiter angeht und dann wenn der Schauspieler anfängt zu sprechen, die Musik ausgeht.)

Sollte später (V3) ja durch Szenentyp „Chaser“/“Sequenz“ erschlagen sein. Lichtszenen sollten nicht textszenenbasiert sein, sondern einfach so lange laufen, bis sie durch eine neue Lichtszene ersetzt werden. Eine Lichtszene wird von einer anderen Lichtszene durch Überblendung ersetzt, dabei muss die Zeit natürlich bestimmt werden können und am besten ein crossfader mitlaufen, den man eventuell ja sogar bei Bedarf manuell z.B: per Fader steuern kann. Beim Theater geht es Effekttechnisch eher ruhig zu. Man braucht keinen 50mS Scan wie bei der Winamp STL-Steuerung oder ähnliches. Hinweis: Diese Requirement ist bisher nicht implementiert, nur die Basisfeatures von DMXC laufen halt.


Requirement 13 – Externes Editieren von Tags

Das Editieren der Tags erfolgt bevorzugt im Textbucheditor. Da die Tags eigentlich ja nur eine Zeichenfolge im Text sind können die Texte prinzipiell auch problemlos mit anderen Editoren geändert werden. Daher muss beim Import ein Konsistenzcheck durchgeführt werden, ob neue Tags oder Referenzen hinzugekommen sind. Die Aktionen der Tags speichert das Textbuch einfach in einer kleinen Datei mit eigenem Format, die den gleichen Namen wie der Text bekommt. Dabei tritt das Problem der Synchronisation der beiden Dateien auf, falls ein Tag gelöscht bzw. hinzufügt wurde. Die entsprechenden neuen bzw. fehlenden Tags werden rot angezeigt werden und müssten dann manuell entfernt bzw. als DMXC Scene angelegt werden. Konsistente Regieanweisungen sind mit einem grünen Rhombus in der Regieliste markiert.


Requirement 14 – Der Lifemode

Im Lifemode sind einige Controls aus dem Bearbeitungsmode nicht mehr sichtbar, da man in der Regel im Lifeeinsatz keine Änderungen an den vordefinierten Szenen mehr vornehmen will. Die Oberfläche wird auf die notwendigen Elemente im Lifebetrieb reduziert und damit übersichtlicher.Hinweis: Noch nicht implementiert.


Requirement 15 – Der Lifemode – Synchronisation mit Text

Da DMXControl natürlich nicht „mithören bzw. mitlesen“ kann, erfolgt die grafische Synchronisation an der Oberfläche manuell. Man liest den Text mit. Mit dem Scrollrad der Maus oder den Pfeiltasten schiebt man dabei eine Art „Leselinie“ durch den Text. Trifft man mit der Leselinie auf einen CALL im Text, so wird dieser ausgewählt und vorbereitet (das untere Scrollfenster scrollt entsprechend mit). Wird nun das Stichwort gesprochen à Leertaste/Returntaste, oder Taste „CALL ausführen“ betätigen und die Scene startet.

Man soll natürlich auch die Möglichkeit haben (vor allem bei Proben...) einen bereits aufgerufenen CALL erneut zu aktivieren (Taste „Letzten CALL aufrufen), oder vorzublättern(Taste „Nächsten CALL aufrufen“. Die CALL‘ werden bei Betätigung der entsprechenden Tasten nur vorbereitet. Gestartet wird dann auf Stichwort wie zuvor beschrieben.

Ein globaler Progressbar wird zur Groborientierung angezeigt, wie weit das Stück gespielt ist.

Requirement 16 – Der Lifemode – Anzeige des aktuellen Status im Regie-Control

In einem separaten Control in der unteren Bildschirmhälfte in einem Scrollfenster werden die kompletten Scenen und Toneffekte, wie sie im Stück vorkommen mit Ihren Kommentaren aufgeführt (immer so 5-6 Stück im Regiecontrol gleichzeitig sichtbar), Damit weiß man trotz heftigem Blättern im Text immer, wo man eigentlich hin soll und was man bereits erledigt hat. Dabei erscheinen auch Regieanweisungen, speziell für den Techniker wie z.B. „Mikro 6 hochfahren“. Dabei sollte immer der gerade

aktuelle und der nächste CALL gesondert hervorgehoben werden. Dieses Scrollfenster müsste auch nach dem Aufruf eines CALL’s automatisch weiterscrollen. Als „Erkennungssignal“, ob es sich um eine Regieanweisung, einen bereits verwendeten CALL, einen aktuellen CALL, oder einen CALL der später drankommt, wäre ein Markerzeichen links vom Text in der Scrollbox denkbar wie

Bild:Textbuch3.jpg

Damit hat man einen besseren Überblick was einem bevorsteht. Die Regieanweisungen werden gleich wie die eigentlichen CALL’s behandelt (spezielle Tags mit spezieller Kommentar-Begrenzung). Einziger Unterschied: die haben keine Auswirkung auf Licht und Ton und brauchen nicht aktiviert zu werden (Return), sondern „laufen standardmäßig durch die Liste“.


Requirement 17 – Automatisches Scrollen im Text

Die scroll-Geschwindigkeit ist einstellbar und kann dynamisch den Gegebenheiten angepasst werden, evtl. sollte die Scrollzeit zwischen zwei Tags einstellbar sein. Natürlich kann man auch manuell scrollen (default). Darüber hinaus kann man auch manuell zum nächsten oder vorhergehenden Tag springen (Vor / Zurück Buttons). Damit kann man zwecks Synchronisation Tags „überspringen“, d.h. auslassen, um wieder im Szenario zu sein.


Requirement 18 – MP3 player

Die Audioszenen werden ähnlich wie bisher beim Audioplayer mit einem internen mp3 player abgespielt. Alle Klänge/Sounds liegen in einem vordefinierten Verzeichnis und werden über das entsprechende Audiotag mit dem Dateinamen aufgerufen.Das wird durch den neuen Typ Audioszene intern gesteuert.

In der Regel liegen die Sounds für die Abarbeitung in DMXC in der richtigen Länge vor, um Probleme zu vermeiden ( z.B. Lied hört mitten im Text auf, Hundebellen stoppt abrupt). Ein automatischer Abbruch nach z.B. 3 Sekunden (mitten im Bellen) hört sich nicht gut an, wäre aber dennoch über „Dauer“ der „Audioszene“ gut machbar.

Ein spezieller Fall ist, mit einem Tag ein Lied zu starten und mit einem anderen Tag es auf Stichwort zu beenden. Das Stoppen kann Probleme bereiten. Aber intern müssten die aktiven Sounds irgendwie verwaltet werden und zwar so, dass die „Stop-Szene“ das wieder richtig referenzieren kann. Andere Möglichkeit: Es gibt genau wie beim DMX-Teil nur einen aktiven Ausgang (=eine Sounddatei), der durch die jeweils nächste „Szene“ überschrieben wird. Wenn man eine „Leere Szene“ speichert wird halt der Sound abgebrochen…


Requirement 19 - playlist

Schon beim Audioplayer haben wir uns gegen eine Playlist wie bei Winamp entschieden, da so etwas aus externen Tools heraus nutzbar ist. Audioszenen werden einfach in die Lichtszenenliste eingebettet. Dann hat man einen besseren Überblick als wenn man mit 2 Listen arbeitet. Somit gibt es eine einzige Szenenliste für Audio, Licht und Effekte. Das Textbuch muss nur die Lichtszenen erkennen und eben das Überblenden im Textbuchfenster einzeigen und entsprechende Eingriffsmöglichkeiten geben.


Requirement 20 – Interaktion mit DMXControl

DMXControl erlaubt parallel die Benutzung weiterer Tools, d.h. neben der Textbuch-Steuerung kann man nach Bedarf bei unvorhergesehenen Situationen Cues, Scenenlisten oder Effekte einspielen, die z.B. auf die CommandBox gelegt wurden (z.B. Licht an bei Zwischenfall). Das Textbuch sollte zuerst fest in Menüstruktur verankert sein (wie heute das Rudiment), später „nur“ als Plugin, da nicht jeder

Nutzer von DMXC das Textbuch benötigt.

Noch zu klären: Was im Bezug auf Theatersteurung noch sehr wichtig sein kann, ist eine Möglichkeit bei laufenden Szenen einzelne Kanäle zu korrigieren (zeitweise zu deaktivieren).Eine Idee dazu ist die Kanalübersicht. Wenn man den entsprechenden Kanal auswählt sollte der Fader per Rechtsklick auf den aktuellen Wert eingestellt werden können und dann per Taste direkt auf den Ausgang geschaltet werden kann, also HTP deaktiviert (Geplant ist schon länger eine Prioritätenliste für Mixer-Kanäle. Damit könnte man bestimmen, dass z.B. die grafische Ansicht immer das Textbuch „überschreibt“.)

Grundsätzlich sollte „LTP“ eingestellt sein. Man kann ja in der Subgruppe dann nachregeln wie man will (Front kompl. Doch noch etwas heller...).


Abgewählte Requirements 21

Folgende Dinge wurden diskutiert und mehrheitlich abgelehnt:

  • In der Variante „Word - Integration“ sind Textbuch (im eigentlichen Sinne des Wortes) und Lichtsteuerung nur lose gekoppelt.

Das Textbuch wird mit Word erstellt, dort auch mitgelesen.Über spezielle DMXC-VBA-Macros können in der Wordapplikation die oben vorgeschlagenen Regieanweisungen eingefügt werden.


Requirement 22 – Bisher nicht betrachtet

„Auf-Zeiten“ wäre praktisch …(??? Verschiedene Zeiten für heller- und dunklerwerdenende Kanäle oder wie?)


Designkonzept

Nach dem Durchdenken der Requirementliste zeigt sich, dass :

  • man heute schon in der Kombination Word (als separates Tool) mit der Commandbox recht gut ein Textbuch simulieren kann
  • viele der benötigten Features eigentlich schon im Audioplayer enthalten sind (dort halt auf einen Audiostream projeziert sind, wir benötigen halt einen „Textstream“)
  • somit Textbuch und DMXControl eigentlich entkoppelt sind (so wie DMXC eigentlich der Musiktitel nicht interessiert, ist dem DMXC auch der eigentliche Text völlig egal)
  • man hat nur eine Szenenliste, die in unserem Fall sogar „nur“ manuell mit dem Text synchronisiert werden muss (selbst das beste Word von Bill Gates könnte nie die Lichtszenen automatisch starten, Spracherkennung wäre viel zu unsicher)
  • es geht dem Lichttechniker eigentlich nur darum, die Lichteffekte und Audioeffekte in der benötigten Reihenfolge zu organisieren und zu starten und damit maximale Unterstzützung im Lifebetrieb zu haben
  • dazu soll eine optimierte Oberfläche existieren, da die heutige Commandbox, die Szenenliste und der Audioplayer nicht optimal den Theaterbetrieb unterstützen.

Daraus ergeben sich folgende Schlussfolgerungen:

Intern wird das Textbuch weitestgehend wie der Audioplayer aufgebaut sein. Im Unterschied zum Audioplayer werden die Szenenmarken (Tags) nicht anhand des Audiostreams gesetzt sondern halt im Text. Daraus resultiert auch eine andere grafische Darstellung dieser Marken, nicht als Striche im Spektrum sondern als Symbole und Tags im Text.

Wo man im Audioplayer das Spektrumband mit den Szenen hat, benötigt man hier eine Kombination aus Textfenster und Regiefenster.:

  • Alle Tags sind unten in der Regie-Liste aufgeführt. Der ausgewählte Tag ist gelb hinterlegt (langfristig konfigurierbar).
  • Die aktuelle und die folgende Lichtszene sind jeweils mit rot und blau gekennzeichnet.
  • In Fenster rechts oben stehen die Eigenschaften des Tags (Fadingtime ist deaktiviert, da ein Effekt ausgewählt ist) -> wird erst später implementiert
  • Der aktuell ausgewählte Tag wird im Texteditor markiert(Invertierung der Farben)

Das Design ist geprägt durch zwei wesentliche Controls, dem Textcontrol und dem Regiecontrol.

Mit den Pfeilbuttons (Vor/Zurück) kann man eine Szene vor bzw. zurück springen. Die Steuerung der Tags erfolgt über die Pfeiltasten, mit „vor /zurück“, die den jeweiligen Tag auswählen, die Aktivierung der aktuellen Szene erfolgt per Ausführen Taste/ GO-Taste (mit Shortcut belegbar) oder einfach Leertaste.

Die aktuelle Lichtszene wird in der Regieliiste markiert, die folgende blau (noch nicht implementiert). Die gegenwärtig ausgeführte Regieanweisung (kann mit aktueller Lichtszene zusammenfallen, muss aber nicht) wird in einer gelben Zeile dargestellt.

In späterer Version: Rechts oben der Fader zwischen „roter“ und „blauer“ Lichtszene. Entweder man aktiviert den Tag und es findet eine Überblendung mit der eingestellten Zeit automatisch statt (wie in der DMXC Szene definiert) oder man fadet manuell (wenn möglich mit midi/dmxin Fader).Dabei überblendet der „blaue“ Tag den roten, z.B. von weißem Tageslicht wird auf eine blaue Nachtszene überblendet. Die Einstellungen wie welcher Kanal, welcher DMX-Wert, welche Fadetime wird in dem Szeneneditor festgelegt. Das Textbuch würde im Lifemode ungefähr wie in der folgenden Abbildung ausschauen.


Bild:Textbuch2a.jpg

Abbildung 1: Ansicht Textbuch im Life-Modus (ohne Bearbeitungsmode)

Im Bearbeitungsmode wird zusätzlich die vollständige Liste der Szenen unter der Regieliste eingeblendet (siehe Audioplayer).

Im Regielistcontrol wird in einer Spalte der Typ der Szenen (Szene, Befehl, ...Regiekommentar etc.) angezeigt. Rechts oben sieht man (später mal ;-) die Eigenschaften des jeweils markierten Tags auch im Lifemode (z.B. Einstellung Fadingtime), Befehle die ausgeführt werden sollen, usw.Schritte können mit der Stop-Taste (alternative Funktion der GO-Taste) angehalten/abgebrochen werden.


Implementierungskonzept

Folgende Arbeitspakete sind identifiziert:

  • Texteditor
    • basierend auf rtf control
    • Unterstützung bei Einfügen der Tags
    • Import und Export des Textes
    • Generieren der Tagliste in einer Datei
    • scrollen des Textes, Übergabe der Position (akt. Tag an Regieliste)
  • Regieliste
    • Anzeigen der 5-6 relevanten Regieanweisungen, Szenen etc. in einem speziellen listcontrol
    • update des Status entsprechend Ausführung von DMXC und scrollen im Textfenster (Up, Down-Pfeiltasten)
  • Szenenliste (analog Audioplayer)
    • weitestgehende Übernahme des Codes von Stefan
    • Hinzufügen von DMXC-Szenen bzw. Referenzen auf existierende Szenen
  • Anzeige der Eigenschaften der aktuellen Szene im Textbuch-Hauptfenster (noch offen)
    • zeigt wesentlich Attriubute an
  • Fading-Control zwischen „rot“ und „blau“ (noch offen)
    • grafische Umsetzung dieses speziellen Faders
    • Interface zu DMXControl
  • Gesamtintegration offline (Frank)
    • Erstellung des Textbuches als Tool außerhalb von DMXC (ohne Lichtsteuerung)
  • Gesamtintegration online (Stefan)
    • Integration in DMXControl

Demoversion

Eine aktuelle offline-Demoversion kann man hier laden. Den Feedback bitte hier unter Diskussion oder im Forum eintragen.

Textbuch_Demo

Hier ist ein kleines Bild des aktuellen Prototypen:

Bild:Textbuch_pt08small.jpg

Defizite beim aktuellen Stand:

    • Crossfader nicht implementiert (wird auch nicht Bestandteil der ersten Version)
    • separates Eigenschaftsfenster für Befehle nicht implementiert
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